Brauchwasser-Wärmepumpe: Preise und Einsatzmöglichkeiten
Brauchwasser-Wärmepumpe Preise 2025: Kosten, Effizienz, BEG-Förderung und Kombination mit PV-Anlage für günstiges Warmwasser.
Von Redaktion Waermepreis · Redaktion · veröffentlicht am 19. Oktober 2025
Brauchwasser-Wärmepumpe: Günstige Warmwasserbereitung
Die Brauchwasser-Wärmepumpe (auch: Warmwasser-Wärmepumpe oder TWW-Wärmepumpe) ist ein Gerät, das ausschließlich Warmwasser (Trinkwarmwasser) erzeugt. Sie ist deutlich günstiger als eine vollwertige Heizungs-Wärmepumpe und eignet sich ideal als Ergänzung zu einer bestehenden Heizung oder PV-Anlage.
Was kostet eine Brauchwasser-Wärmepumpe?
- Kompaktgerät (200–300 L): 1.200 bis 2.500 Euro (Gerät)
- Größere Einheiten (300–500 L): 2.000 bis 4.000 Euro (Gerät)
- Installation: 500 bis 1.200 Euro
- Elektroanschluss: 200 bis 500 Euro
- Gesamtkosten: typisch 1.900 bis 5.700 Euro
Wie funktioniert die Brauchwasser-Wärmepumpe?
Das Gerät entzieht der Raumluft Wärme (zum Beispiel aus Keller, Technikraum oder Garage) und nutzt diese zum Erhitzen des Warmwassers. Das Prinzip ist identisch mit einer Wärmepumpe – nur kleiner und spezialisiert auf Trinkwarmwasser. Dabei kühlt es gleichzeitig den Aufstellungsraum, was im Sommer ein Nebennutzen ist, im Winter einen leichten Wärmeverlust bedeutet.
Effizienz: COP von 2,5 bis 3,5
Brauchwasser-Wärmepumpen arbeiten mit einem COP von 2,5 bis 3,5. Verglichen mit einem elektrischen Durchlauferhitzer (COP 1,0) oder einer Gas-Therme sparen sie erheblich:
- Jahresverbrauch für Warmwasser (4-Personen-Haushalt): ca. 2.500 kWh Wärme
- Elektrischer Boiler: 2.500 kWh Strom → 750 Euro/Jahr bei 30 Ct
- Brauchwasser-WP (COP 3,0): 833 kWh Strom → 250 Euro/Jahr
- Ersparnis: ca. 500 Euro/Jahr
BEG-Förderung für Brauchwasser-Wärmepumpen
Brauchwasser-Wärmepumpen sind als Einzelmaßnahme über die BEG förderfähig, wenn sie mit einer erneuerbaren Heizanlage kombiniert werden oder als Ergänzung zu einer BEG-geförderten Wärmepumpe eingebaut werden. Förderquote: 30 Prozent. Bei einem Gesamtpreis von 3.500 Euro sind das 1.050 Euro Zuschuss.
Kombination mit PV-Anlage: Besonders sinnvoll
Die Brauchwasser-Wärmepumpe lässt sich hervorragend mit einer PV-Anlage kombinieren. Sie kann als "intelligente Last" überschüssigen Solarstrom in Warmwasser umwandeln. Mit einer SG-Ready-Schnittstelle lässt sie sich per Smart-Meter-Integration oder PV-Steuerung ansteuern. Das erhöht den Solarstrom-Eigenverbrauchsanteil und senkt die Betriebskosten weiter.
Geeignete Aufstellorte
- Keller oder Hauswirtschaftsraum mit mindestens 15 m² Volumen
- Außenluft-Anbindung möglich (höhere Effizienz)
- Abluft aus Küchenabzug oder Wohnraumabluft als Wärmequelle nutzbar
Amortisation
Bei 500 Euro jährlicher Einsparung und Eigenkosten nach Förderung von ca. 2.500 Euro amortisiert sich die Brauchwasser-Wärmepumpe in etwa 5 Jahren – eine der kürzesten Amortisationszeiten im Bereich der Wärmetechnik.