Stand: 8. Juli 2026. Heute hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die neuen, gekürzten Bedingungen der Heizungsförderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen, BEG EM; KfW-Zuschuss Nr. 458) beschlossen. Für alle, die über eine Wärmepumpe nachdenken, ist vor allem eine Frage entscheidend: Was zahle ich am Ende wirklich? Genau darum geht es hier – um den effektiven Preis, also den Betrag, der nach Abzug der Förderung übrig bleibt.

Die Zeitleiste: Portal-Stopp und neue Regeln

Die Umstellung erfolgt in klar abgegrenzten Schritten. Wer die bisherigen, besseren Konditionen sichern will, muss auf das Datum achten.

Die wichtigsten Kürzungen – und ihre Wirkung auf den Preis

Drei Änderungen treffen den effektiven Endpreis einer Wärmepumpe besonders deutlich:

Weitere Punkte: Die Heizungsförderung gibt es künftig nur noch beim Wechsel von einer fossilen auf eine erneuerbare Heizung; der Wechsel von Fernwärme oder von einer bestehenden Wärmepumpe wird nicht mehr gefördert, wenn die alte Heizung ab 2008 installiert wurde. Der Einkommensbonus wird neu gestaffelt: bis 30.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen 40 % (bisher 30 %), über 30.000 bis 40.000 Euro weiterhin 30 %, über 40.000 bis 50.000 Euro neu 10 %. Bei Haushalten mit minderjährigen Kindern wird das anzusetzende Einkommen um 10.000 Euro reduziert.

Nach ersten Berechnungen zum Beschluss – bitte nur als vorsichtige Einordnung verstehen – sinkt der maximale Zuschuss für höhere Einkommen (über 50.000 Euro) auf rund 46 % statt bisher rund 55 %. Geringverdiener (bis 30.000 Euro) können künftig bis zu 80 % erhalten, bisher waren maximal 70 % möglich.

Beispielrechnung: effektiver Preis vor und nach dem 21. Juli

Das folgende Rechenbeispiel nutzt bewusst runde, hypothetische Zahlen. Es ersetzt kein individuelles Angebot, zeigt aber das Prinzip. Angenommen, eine Wärmepumpe kostet 30.000 Euro Bruttoinvestition, und der Haushalt liegt bei einem mittleren Einkommen.

BeispielVor dem 21. JuliAb dem 21. Juli
Investition (brutto)30.000 Euro30.000 Euro
Förderfähige Höchstkosten30.000 Euro28.000 Euro
Angenommener Fördersatz (Beispiel)55 %46 %
Zuschuss (Beispiel)rund 16.500 Eurorund 12.880 Euro
Effektiver Preis (Beispiel)rund 13.500 Eurorund 17.120 Euro

In diesem Beispiel steigt der zu zahlende Restbetrag also um mehrere tausend Euro – allein durch die niedrigeren Höchstkosten und den geringeren Prozentsatz. Der Wegfall des Effizienzbonus und der halbjährlich weiter sinkende Klimageschwindigkeitsbonus können den effektiven Preis zusätzlich erhöhen. Die konkreten Werte hängen immer vom Einzelfall ab; entscheidend ist Ihr persönliches Angebot.

Bestandsschutz: Was für bereits Bewilligte gilt

Wichtig für die Preisplanung: Bereits bewilligte Anträge – also solche mit vorliegendem Zuwendungs- beziehungsweise Förderbescheid – behalten die bisherigen, besseren Konditionen. Das gilt auch dann, wenn der Heizungstausch noch nicht erfolgt ist. Entscheidend ist der bewilligte Bescheid, nicht das Datum des Einbaus. Wer den Bescheid bereits in der Hand hält, muss sich um die Kürzungen also nicht sorgen.

Konkrete Handlungsempfehlung

  1. Bestätigung zum Antrag (BzA) vorhanden? Dann stellen Sie den Förderantrag schnellstmöglich – vor der Portal-Abschaltung am 9. Juli – über das KfW-Portal, um sich die bisherigen Konditionen zu sichern.
  2. Tausch geplant, aber noch nichts eingereicht? Stoßen Sie jetzt mit Fachbetrieb und Energieberater die nötigen Schritte an. Ab dem 21. Juli gelten die gekürzten Sätze, die zudem halbjährlich weiter sinken – jeder Monat des Wartens kann den effektiven Preis erhöhen.
  3. Angebote und Preise prüfen: Weil der Zuschuss sinkt, gewinnt der reine Anschaffungspreis an Gewicht. Ein günstigerer Netto- oder Festpreis kann eine geringere Förderung teilweise ausgleichen.

Fazit: Jetzt Preise vergleichen

Mit dem Neustart der Heizungsförderung ab dem 21. Juli 2026 verschiebt sich die Rechnung: Der effektive Endpreis einer Wärmepumpe steigt tendenziell, weil weniger Zuschuss fließt. Umso wichtiger wird es, den Ausgangspreis im Blick zu behalten. Wer den Wechsel plant, sollte jetzt Preise und Festpreise vergleichen und parallel prüfen, ob sich die bisherigen Förderkonditionen noch rechtzeitig sichern lassen. So bleibt Ihr effektiver Preis auch unter den neuen Bedingungen kalkulierbar.

Wärmepreis

KfW-Förderstopp 2026: Was die Wärmepumpe jetzt kostet | Wärmepumpen-Preise 2026 transparent

Ab 21. Juli 2026 sinkt die Heizungsförderung: geringere Höchstkosten, Wegfall des Effizienzbonus, schrumpfender Klimabonus. So verändert sich der effektive…

Unverbindliche Vermittlungsanfrage

Wir können Ihre Anfrage an geeignete Fachbetriebe weiterleiten. Anzahl und Zeitpunkt möglicher Rückmeldungen sind nicht garantiert. Der Vertrag kommt nur mit dem gewählten Fachbetrieb zustande.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Wir können die vollständige Anfrage an bis zu drei geeignete Fachbetriebe weiterleiten; eine bestimmte Zahl von Rückmeldungen ist nicht zugesichert.
  3. Mögliche Rückmeldungen prüfen Sie direkt mit dem jeweiligen Fachbetrieb. Ein Vertrag entsteht nur mit dem von Ihnen gewählten Betrieb.

Marktpreis-Benchmark für Wärmepumpen 2026

Wärmepreis sammelt anonymisierte Endkunden-Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Deutschland und bildet daraus einen rollierenden 90-Tage-Durchschnittspreis je Leistungsklasse (5, 8, 11, 14 kW). Aktuell ausgewertet: 540 Angebote aus den Monaten Januar bis April 2026. Der Mittelwert für ein 8-kW-Komplettpaket inklusive Installation liegt bei 24.800 € brutto, der Median bei 23.500 €, das untere Quartil bei 19.900 €, das obere Quartil bei 28.700 €.

Regionale Spreizung

Süddeutschland (PLZ 7, 8, 9) liegt im Mittel 12 % über dem Bundesdurchschnitt, Berlin-Brandenburg (PLZ 1) etwa 6 % darunter. Die Spreizung erklärt sich aus Lohnkostenunterschieden im Handwerk und aus regionalen Liefer-Engpässen. Wer in Bayern wohnt und unter dem Bundesschnitt zahlen will, sollte mindestens drei Vergleichsangebote einholen.

Wie der Index entsteht

Einreichung erfolgt freiwillig, nach Angebotsannahme oder Ablehnung. Wir validieren jedes Angebot manuell auf Plausibilität und entfernen Ausreißer kleiner 12.000 € oder größer 45.000 €. Keine Vermittlung an Anbieter, kein Verkauf der Rohdaten an Hersteller. Veröffentlichung des Index monatlich, kostenfrei abrufbar.

Was der Benchmark beantwortet

Eine einzige Frage: Liegt mein konkret vorliegendes Angebot innerhalb der marktüblichen Bandbreite oder ist es Ausreißer nach oben oder unten? Wer mehr als 15 % über dem oberen Quartil einer Leistungsklasse zahlen soll, sollte Rückfragen stellen; wer mehr als 20 % unter dem unteren Quartil liegt, sollte die Material- und Garantiebedingungen gegenprüfen. Stand 2026. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.